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Bekannte Rebsorten kurz vorgestellt
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Rebsorten

 

Die Rebe stellt bestimmte Klimaansprüche und gedeiht in der gemäßigten Klimazone. Die Pflanze, aus deren Früchten Wein im ursprünglichen Sinn gewonnen wird, ist die Edle Weinrebe (Vitis vinifera).

Wie die meisten Kulturpflanzen liegt sie in unterschiedlichen Sorten vor, die im Weinbau als Rebsorten bezeichnet werden. Man schätzt das es ca.10000 Rebsorten Weltweit gibt. Manche Rebsorten sind nur in bestimmten Regionen zu finden, andere hingegen verbreiten sich auf der ganzen Welt. Struktur, Geschmack, Haltbarkeit und das Potenzial eines Weines wird durch die Rebsorte, Bodenbeschaffenheit, Lage, Wetter und durch den Ausbau der Winzer beeinflusst.

Dem wissbegierigen Weinfreund sei an dieser Stelle zu einem der sehr umfangreichen und guten Nachschlagewerke wie z.b. dem Großen Johnson geraten. Eine detailliertere Ausführung wäre an dieser Stelle zuviel des Guten.

Dennoch möchten wir einige bekannte Rebsorten hier kurz vorstellen die auch in unseren Weinen verwendet werden.

 

 

 

 

 

 

 

Cabernet Sauvignon

 

Der Cabernet Sauvignon ist eine rote Rebsorte und stammt aus dem Bordeaux. Die Weine sind rubinrot bis tiedunkel in der Farbe mit Aromen von schwarzen Johannisbeeren, Kirsche, Brombeere und feine Spuren von Zedernholz und Vanille.

Es gibt aber auch Winzer die aus der Cabernet Sauvignon Traube einen fantastischen Rosé erzeugen können.

 

 

Carignan

 

Die rote Rebsorte Carignan ist weltweit die zweithäufigste nach Grenache Noir.

Von der alten spanischen Stadt Cariñena, in der die Rebsorte ihren Ursprung hat, wird der Name Carignan abgeleitet. Bereits im 12. Jahrhundert verbreitete sich die anspruchslose aber ertragreiche Rebe von dort aus in ganz Europa.

Heute wird er vor sowohl im Languedoc, der Provence, als auch in Spanien als Cariñena, Mazuelo oder Mazuela, in Italien - vor allem in Sardinien als Carignano,  Algerien, Israel, Kalifornien und Südamerika angebaut. Die Weine weisen einen relativ hohen Gehalt an Tanninen und Säure auf und das Bouqet ist kaum ausgeprägt. Daher finden Carignan-Trauben hauptsäclich als Verschnittpartner Verwendung.

 

Chardonnay

 

Die Chardonnay-Traube gilt als eine der vielseitigsten Weintrauben schlechthin.

Ursprünglich ist sie im Burgund beheimatet, wo sie nach wie vor die besten Früchte trägt und die dominierende Rebsorte ist. Benannt ist sie nach der kleinen Gemeinde mit dem Namen Chardonnay, einer von Chardon – frz.: Distel abgeleiteten Ortsbezeichnung.

Eine DNA-Analyse ergab, dass die Chardonnay-Traube das Ergebnis einer natürlichen Kreuzung zwischen Pinot und Gouais Blanc/Heunisch ist.

Chardonnay ist eine der dominierenden Rebsorten des Burgund.

Neben dem Chablis wird sie überwiegend an der Côte d’Or – dort hauptsächlich an der Côte de Beaune – sowie an der Côte Chalonaise im Mâconnais angebaut.

Höchste Qualität erreicht die Rebsorte in den Grand Cru Lagen der Côte d’Or. Die Weißweine dieser Lagen zählen zu den renommiertesten, teuersten und exklusivsten dieser Welt und galten lange als Vorbild vieler ambitionierter Winzer der neuen Welt. Die Weine der Grand Cru Lagen benötigen eine mehrjährige Flaschenlagerung zur Entwicklung des typischen Bouquet.

Im Champagner ist Chardonnay im Mittel zu knapp 30% enthalten, im Blanc de Blancs-Champagner sogar zu 100%.

Kalifornien ist mittlerweile der weltweit größte Chardonnay-Produzent.

 

Grenache

 

Die Grenache-Traube ist eine rote Rebsorte und die vierthäufigst angebaute der Welt.

In Frankreich heißt sie auch Grenache noir, in Spanien Garnacha, in Katalonien Garnatxa und auf Sardinien Cannonau. Weitere Anbaugebiete sind verschiedene italienische Regionen, wo die Sorte Guarnaccia genannt wird.

Grenache wird außerdem in Australien, Kalifornien und Argentinien angebaut.

Der Wein aus der Grenache-Traube ist arm an Tanninen und Farbe. Sie kann daher gute fruchtige Weine liefern und wird (z. B. in Kalifornien) auch als Weiß- oder Roséwein gekeltert.

Oft wird die Grenache mit tanninhaltigeren Sorten verschnitten. Der einfache Grund hierfür sind die Eigenschaften der Rebe: der Wein ist üblicherweise alkoholreich und dennoch weich.

Unter extremen klimatischen Bedingungen wie Trockenheit, Hitze und Wind, kann die Grenache auch konzentrierte, ausgesprochen lagerfähige Rotweine liefern.

 

Grecanico

 

Grecanico Dorato ist eine alte weiße Rebsorte aus Italien und wird fast ausschließlich auf Sizilien kultiviert.Einer ihrer Vorfahren wurde wahrscheinlich von den Griechen bei der Kolonisation auf die Insel gebracht.

Weinforscher vermuten eine Verwandtschaft zur Familie der Garganega–Rebe.

Die aus der spätreifenden Sorte gekelterten Weißweine ähneln im Aroma denen des französischen Sauvignon Blanc. Sie stehen für frische, sortenreine Weine, die jung getrunken werden.

Die bestockte Rebfläche verdoppelte sich von 1980 bis zum Jahr 2000.

Kleine Anpflanzungen sind auch in Argentinien bekannt.

 

Mourvèdre

 

Die rote Rebsorte Mourvèdre ist vor allem an der spanischen Mittelmeerküste stark verbreitet.

Der französische Name und damit auch die deutsche Bezeichnung leitet sich von dem kleinen alten Weinort Murviedro in der Nähe von Valencia ab.

Vor dem Eindringen der Reblaus und des Mehltaus war diese hochwertige Rebsorte auch im Frankreich des 19. Jahrhunderts stark vertreten.

Zugunsten widerstandsfähigerer Sorten wurde sie beim Neuaufbau nur noch im Languedoc-Roussillon und südlichen Rhônetal angepflanzt.

Die Mourvèdre-Trauben vergären zu dunklen, alkohol- und gerbstoffreichen, kräftigen Weinen, oft mit deutlichem Duft nach Brombeeren, die unverschnitten eine lange Flaschenreife benötigen. Daher wird Mourvèdre selten reinsortig ausgebaut. Im Verschnitt hat sich Syrah als bester Partner bewährt, aber auch Grenache und Cinsault werden verwendet.

Bekanntester Wein mit Mourvèdre-Anteil ist der Châteauneuf-du-Pape.

 

Sauvignon Blanc

 

Die Sauvignon Blanc-Rebsorte ist die zweitwichtigste der Welt und gehört zu den Edelreben. Sie ist eine Kreuzung aus Traminer und Chenin Blanc, und stammt wahrscheinlich aus dem Südwesten Frankreichs oder dem Loire Tal.

Sauvingnon BlancWeine sind frisch und sortenrein mit charakteristischen Aromen wie Stachelbeere, Holunderblüte, Johannisbeere, Wiesenblume und Zitrusfrucht; unterstützt durch eine feine Säurestruktur und Mineralität.

 

 

Tempranillo

 

Die bedeutendste Rebsorte Spaniens ist die rote Edelrebe Tempranillo.

Der Name Tempranillo wird von dem spanischen Wort „temprano - früh" abgeleitet. Die Tempranillo-Traube kommt zu einer schnellen Reife und kann früh gelesen werden.

Die Trauben sind eher dickschalig und enthalten viele Tannine und Gerbstoffe, wodurch die Weine besonders lange haltbar werden und dem Wein das nötige Rückgrat geben.

Mit Garnacha-Trauben werden sie häufig für Rioja-Weine verschnitten.

Diese überzeugen immer wieder mit duftenden Noten und Aromen nach Pflaumen, Trockenfrüchten, Kirschen oder auch Bitterschokolade, Gewürzen, Tabak und Leder. Unterschiede ergeben sich aufgrund der unterschiedlichen Anbaugebiete.

Die Tempranillo-Weine haben den Weinkenner erobert, weil er über wenig Säure verfügt und ausgesprochen lagerfähig ist.